Wohnen im Alter der Zukunft


Hamburg/Berlin(gk) Das Pflege- bzw. Altersheim ist noch fern. Die künftigen Senioren wollen anders wohnen, als die heutigen Senioren. Schönes wohnen mit Internet, Fitnesscenter und Wellnesoase. Sportliche Aktivitäten oder Reisen wird eher geplant als das bloße „rumsitzen“. „Alt werden und jung bleiben – Wohnwünsche und Lebensstile der Generation 50plus“ ist der Titel einer Studie des Karlsruher Instituts für Geographie und Geoökologie. In 9 verschiedenen Städten wurden Menschen über 50 Jahre nach ihrer Absicherung im Alter, der Lebenssituation oder der persönlichen Vorstellungen zum Wohnen im Alter befragt. Die Wohnsituation der aktuellen Senioren mit Treppenliften, barrierefreiem Bad oder gar das Leben in einem Alten- und Pflegeheim, soll sich laut dieser Studie wohl ändern. Auf Barrierefreiheit kann man vielleicht nicht verzichten, doch der Fokus liegt hier mehr auf Aktivität und Annehmlichkeiten des heutigen Lebensstils. „Die künftigen Älteren werden nicht nur zahlenmäßig mehr, sondern auch andere Ältere sein, als heute.“, so die Wissenschaftlerin Caroline Kramer. Nach ihren Angaben, erwarten die heutigen 51- bis 60- jährigen im Alter noch fit zu sein. Bis ins „hohe Alter“ wird jedoch nicht geplant. Gerade gestern wurden in der Sendung „Markus Lanz“ mit Gästen wie Sven Kuntze, Journalist im Ruhestand, dieses Thema aufgegriffen. Kuntze, der für ein Filmprojekt des WDR ein Jahr lang in einer Kölner Seniorenresidenz lebte, vertrat die gleich Meinung, wie im Ergebnis der Studie zu lesen ist. Nach seinen Ausführungen benötigen wir vor Allem Betreute Wohnanlagen, damit „die älteren Frauen nicht den ganzen Tag alleine zu Hause hocken.“ Er geht sogar einen Schritt weiter und meint: „Wer früher schon mal gerne eine Pfeife angemacht hat, sollte das doch tun.“ Wer die Sendung Markus Lanz vom 30.06.2011 verpasst hat: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/509418#/kanaluebersicht/509418 Laut Studie sind dann eher Besuche auf Konzerten der Rolling Stones als ein Kurkonzert angesagt oder das surfen im Internet statt Marmelade einkochen. Diejenigen, die heute in der Stadt wohnen, wollen diese auch nicht verlassen. Vielmehr erwartet man eine gute Infrastruktur im nahegelegenen Umkreis. Geschäfte und Ärzte sollten ebenso gut erreichbar sein, wie die Bank oder das Fitnesstudio. Selbstverständlich zählt auch eine gute Bus- oder Bahnanbindung zu den Voraussetzungen. Hinzu sollte noch ein kulturelles Angebot und nett angelegte Grünflächen kommen. Größere Sorgen machen sich die Befragten bezüglich bezahlbarem Wohnraum. Vor allem in Städten wie München, wo sich die Generation 50 Plus sehr wohl fühlt, ist diese Angst sehr präsent. Aber auch größere Wohnungen dürften gefragt bleiben. WG-Erfahrene Ältere, vor allem Frauen, können sich im Alter demnach eine Wohngemeinschaft mit privatem und gemeinam genutztem Bereich vorstellen. Mehr zur Studie hier Mehr zum „Bedarf altersgerechten Wohnraums“

 

Quelle: www.dewia.de

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