Laut nachgedacht: Kommentar zu „Alles wird teurer“


Rückspiegel - Foto: G.Kloeters

Rückspiegel – Foto: G.Kloeters

Deutschland Täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften: Benzin wird teurer, Strom auch, ganz zu schweigen von den Lebensmittelpreisen. Die Rentner benötigen mehr und mehr Zuschüsse von den Ländern und Kommunen.

Globalisierung, Armut vieler und Reichtum einzelner, Börsencrash, Bankenkrise, Griechenland, Spanien, Portugal und Irland sind Pleite.  Alleine das Geld scheint unser Leben zu bestimmen. „Früher war alles besser“ bekommt dann eine ganz neue Bedeutung.

Benzin- und Strompreise steigen stetig, die Konzerne machen Milliardengewinne. Verlierer ist der „Kleine Mann“, der die Zeche zahlen muss. Doch das ist nicht ganz richtig, denn auch die Länder und Kommunen zahlen nicht gerade wenig dieser Zeche. Schlimmer noch ist die Eurokrise.

DIE EUROKRISE – eine Währung in ganz Europa…und darüber hinaus. Zu Ende der Traum – aus geträumt. Griechenland ist Pleite und zehrt auch mächtig an unserem Geld hier in Deutschland. Spanien und Italien geht es ähnlich. Wie kam es dazu? Eigentlich reicht ein Wort – Geld(gier) einiger weniger. Blinder Aktionismus und Kurzsichtigkeit. Wie konnte man damals vor Einführung der EU und des Euro, so verrückt sein zu glauben, dass alle Länder in die Eurozone kommen können und man die Defizite durch Exporte und Gewinne in diesen Ländern, auffangen könnte? Wäre der Handel Getreide gegen Oliven aus Griechenland nicht sinnvoller gewesen? Oder Panzer gegen Tomaten und Melonen aus Spanien. Einfach nur ein Tauschgeschäft. Hat doch bei „Unsere kleine Farm“ auch geklappt – früher war halt doch alles besser.

Nein, tauschen ging nicht, da macht man ja keinen Gewinn. Gewinn, Umsatz, Gewinn, Börse, DAX – nur materielle Dinge spielen heute eine Rolle. I-Phones, Laptops, Navigationsgeräte haben einen höheren Stellenwert als vielleicht ein „armer Nachbar“. „Hast nix, dann biste nix.“ – war schon vor 30 Jahren die Devise. Heute ist es noch viel schlimmer geworden. Die Geldgier der Unternehmen scheint schier unermesslich. Doch wo bleibt der Mensch?

„5 Euro mehr im Monat für den Strom macht niemanden arm, der nicht schon arm war.“ Zitat Jürgen Döschner, ARD-Energieexperte soeben im Morgenmagazin.  Das klingt ähnlich wie die Aussage eines Politikers zum Thema Rente bei Maischberger „Wer nicht genug Rente erhält, hat immer noch die Grundsicherung“. Geld, alles dreht sich nur um Geld.

Nur ein geringer Prozentsatz der Deutschen besitzt über 80% des deutschen Vermögens. Toll, Glückwunsch!! Jedem gönne ich sein Auskommen mit dem Einkommen – JEDEM, nicht nur ein paar Menschen.

Manchmal sitze ich da und denke darüber nach, wie die Menschen das früher gemacht habe. Hätte man vor 200 Jahren ein I-Phone eher gegen ein Pferd getauscht als gegen ein Kutschenrad? Oder eine Mahlzeit eher gegen eine Tankfüllung mit Benzin? Was wäre das wohl Wert gewesen? Oder gab es ein Aufwiegen gar nicht? Hach, wäre das nicht schön, man könne wieder ein wenig „geldloser“ bezahlen? Damit meine ich jetzt nicht die EC-Karte, nein vielmehr tauschen, oder zu einem kleinen Preis verkaufen. Nein, ich glaube das ist heute so nicht mehr möglich – und auch nicht gewollt. Vielleicht müsste ich ins Gefängnis für diese Idee.

Viele Rentner sind betroffen. Ich habe einige kennen gelernt. Diese Generation ernährt sich lieber 14 Tage von einer Hühnersuppe, als der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen – ist beschämend bescheiden. Eine Tugend, die es heute nicht mehr gibt und nicht mehr geben wird. Zudem kommt der Stolz, nicht die staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. STOLZ, BESCHEIDENHEIT, GELD – wie passt das zusammen? Eigentlich gar nicht. Eher passen EGOISMUS, ELLENBOGENGESELLSCHAFT, RÜCKSICHTSLOSIGKEIT zusammen – ach ja und GELD natürlich.

Wir alle schauen tendenziell eher weg, wenn wir arme, alte oder hilfebedürftige Menschen sehen oder neben ihnen wohnen. Was geht es mich an? Frau Schmitz hat doch selber Kinder, sollen die sich doch kümmern.

Zurück zum Teuro – Wenn diese Geldgier weiterhin anhält, wird es neben den erwähnten Griechen, Spaniern usw. in nicht all zu langer Zeit die Deutschen treffen – wie der Blitz beim sch***** – unerwartet. Entweder bekommen wir dann wieder für 8 Millionen Euro ein Toastbrot – oder tauschen Fahrrad gegen einen Blumenkohl. Dies hat nichts mit dem Wunsch nach Kommunismus oder Rückschritt zu tun – vielmehr der fromme Wunsch nach mehr Gemeinschaftlichkeit, Besinnung auch auf christliche Werte und alte Tugenden – damals, wo es noch peinlich war, sich im Rathaus auf dem Sozialamt zu zeigen bzw, zeigen zu müssen.

Ich kann hier auch nicht raus – und warte gespannt auf das Ende dieses „Krimis“

 

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